Holz: außen und innen

Holz atmet, es lebt und es tut der Seele gut. Es sorgt für ein gutes Raumklima und eine angenehme Wohnatmosphäre – auf ganz natürliche Weise. Es ist also kein Wunder, dass auch im Hausinneren Holzakzente gesetzt werden. Der Landhausstil ist nur eine bekannte Möglichkeit, denn es gibt viel mehr!

Beim sogenannten modernen Holzhausbau können Decken, Fußböden und Wände in ihrem natürlichen Zustand eingesetzt werden. Die Inneneinrichtung kann hierbei entweder einer Linie folgen oder ganz bewusst mit Gegensätzen spielen. Da Holz von Natur aus den Räumen eine gewisse Wärme gibt, eignet es sich auch hervorragend, um der modernen und klaren Architektur eine wohnliche Ausstrahlung zu geben. Immer beliebter wird hier die Deckengestaltung aus Holz.

Die Decke kann im Holzbau mit einer offenen Balkenlage (sichtbare Balkenlage) gestaltet werden. Hier verschwinden die tragenden Balken nicht hinter den meist weißen Deckenplatten, sondern bleiben sichtbar und geben dem Raum somit eine natürliche Note. Selbstverständlich kann auch die komplette Decke offengehalten werden, sodass die gesamte Holzkonstruktion zu sehen ist. Wer ebene Untersichten der Decke bevorzugt, dem bieten Vollholzdecken die Möglichkeit einer modernen Gestaltung mit Holz. Mineralische, passende Farben, die das Vergilben verhindern oder Farbakzente setzen, geben noch mehr Gestaltungsspielraum

Decke aus Holz? Das muss man einfach ausprobieren!

Da die offene Decke auch drückend wirken kann, da sie nicht wie gewohnt weiß ist, sprechen wir bei der Planung mit unseren Bauherren häufig darüber. Um ein Raumgefühl erhalten zu können, ist die beste Antwort: Einfach ausprobieren! Jeder hat eine andere Wahrnehmung. Ein Raum kann beim Betreten luftiger und höher wirken – das trifft beispielsweise bei einer offenen Balkenlage zu. Die zusätzliche Höhe entsteht, weil es keine Deckenkonstruktion gibt, die das Holz verkleiden muss.

Wände im klassischen Landhausstil oder als Kontrapunkt

Wände und Decken mit sichtbarem Holz geben einem Haus die klassische Holz-Note, die sich auch im Landhausstil findet. Einen großen Gestaltungsspielraum schafft man, indem man gezielt gewählte Unterbrechungen durch andere Materialien einsetzt. Wer bei der Wandgestaltung zusätzliche natürliche Akzente setzen möchte, kann einzelne Wände oder Bereiche zum Beispiel mit Putz versehen. Lehm- oder Kalkputz z.B. sind hervorragender Feuchtigkeitsspeicher, der die Raumluft noch weiter verbessert.

In einem persönlichen Gespräch erklären wir Ihnen gerne mehr über die Möglichkeiten von und mit Holz.

Die beliebtesten Holzsorten in Deutschland

Fichte
Fichte ist unser Baustoff. Jeder vierte Baum in Deutschland ist eine Fichte. Im modernen Holzhausbau werden Balken, Latten, Bretter, Leisten und Dielen aus Fichtenholz gefertigt.

Kiefer
Ähnlich wie die Fichte wird das Kiefernholz im Holzhausbau als Konstruktionsholz eingesetzt. Was uns Zimmerer nicht so freut: Der hohe Harzanteil macht Sägeblätter stumpf. Aber er sorgt dafür, dass es im Haus gut riecht. Beliebt ist die Kiefer auch als Holzboden.

Eiche
Eichen weisen einen hohen Anteil an Gerbsäure auf. Das nutzt der Winzer, wenn Eichenfässer ihre sogenannten Tannine an den Wein abgeben und damit einen besonderen Geschmack ausprägen. Beim Hausbau sorgt die Gerbsäure dagegen für einen sehr guten Schutz vor Pilzen und Insekten. Darum wird Eichenholz gern für den Außenbereich genutzt.

Buche
Buchenholz erfreut sich besonders im Möbelbau großer Beliebtheit. Das Holz hat eine leichte rötliche Färbung, die über die Jahre zunimmt. Darum spricht man häufig auch von „Rotbuche“. Im Holzbau wird Buche eher selten eingesetzt.

Esche
Eschenholz ist nicht nur robust, es ist auch elastischer als andere Hölzer. Darum wird es dort eingesetzt, wo es Bögen braucht: Zum Beispiel bei einem Schlitten.

 

Noch mehr Informationen zum heimischen Holz in der Broschüre „Unser Waldbäume“ (5 MB) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

#Link zur Broschüre: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/UnsereWaldbaeume.pdf?__blob=publicationFile